Mai 2016

Hauptversammlung 2016

Martin Giger zeigte den 63 Teilnehmern der Jahresversammlung auf, wie positiv sich der Verein entwickelt, dass es aber dringend notwendig ist, weitere Mitglieder zu gewinnen. Als neuer Vizepräsident hat sich an dieser Versammlung Dr. Urs Germann zur Verfügung gestellt und dies wurde einstimmig begrüsst und angenommen. Hier das Protokoll.

 


Die Wiler Nachrichten schrieben diesen Bericht.

Am Donnerstag, 28. April 2016 fand die 4. Mitgliederversammlung des Spitex Fördervereins im Alterszentrum Sonnenhof statt. Hier der Artikel aus dem Infowilplus:

Freiwilligenarbeit auf dem Prüfstand

Ein neuer Vizepräsident, die Finanzen im Lot, ein Mitgliederschwund von rund hundert Personen und die unermüdliche Suche nach weiteren Freiwilligen: So kann die 4. Mitglieder-Versammlung des Spitex-Fördervereins Thurvita in Kürze umschrieben werden.

Freddy Kugler

 


Der Spitex-Förderverein Thurvita mit seinen rund 1‘500 Mitgliedern ist die Nachfolgeorganisation des ehemaligen Spitexvereins Wil und Umgebung. Rund 160 Freiwillige betreuen in enger Zusammenarbeit mit der Thurvita betagte und gebrechliche Menschen in den Heimen und in deren eigenen Wänden. An der 4. Mitgliederversammlung im Alterszentrum Sonnenhof in Wil stand in den Ausführungen von Präsident Martin Giger die Rekrutierung neuer Freiwilliger im Mittelpunkt.

Bruno Flück, Verantwortlicher für die Finanzen, präsentierte eine Jahresrechnung 2015, die im Lot ist.

Bruno Flück, Verantwortlicher für die Finanzen, präsentierte eine Jahresrechnung 2015, die im Lot ist.

Freiwillige gesucht
„Einige langjährige freiwillige Helferinnen und Helfer müssen altersbedingt kürzer treten. So müssen wir jedes Jahr mit einigen Abgängen rechnen. Leider gestaltet sich die Rekrutierung neuer Helferinnen und Helfer immer schwieriger. Ich rufe Sie deshalb auf, uns bei der Suche nach neuen Freiwilligen tatkräftig zu unterstützen“, appellierte Martin Giger an die Anwesenden. Es herrsche oft die Meinung, die pflegebedürftigen Menschen würden durch das professionelle Pflegepersonal ausreichend betreut. Dies sei ein Trugschluss.

Aufgrund der wuchernden Bürokratie seien die Aufgaben der Angestellten stark angestiegen, so dass im Umgang mit den Pflegebedürftigen für Gespräche und andere Aktivitäten wie beispielsweise Spaziergänge kaum mehr Zeit bleibe, fuhr der Präsident fort. Mit der Frage „Wenn es uns Freiwillige nicht gäbe, wer würde dann für uns in die Bresche springen?“ unterstrich Giger, dass die Freiwilligenarbeit mehr denn je auf dem Prüfstand steht.

Unentgeltliche und doch belohnte Einsätze

 

Die Einsätze der freiwilligen Helferinnen und Helfer können zwar finanziell nicht abgegolten werden, doch werden die Freiwilligen nicht nur mit der Dankbarkeit seitens der betreuten Menschen belohnt, sondern auch mit internen Aktivitäten wie Jahresausflug, Dankeschön-Essen und Zusammenkünften, mit denen der Zusammenhalt unter den Freiwilligen gepflegt und gefördert wird.

Vereinspräsident Martin Giger überreicht Franzruedi Fäh (l.) als Dank für die langjährige Vorstandsarbeit eine Holzkiste Wein.

Vereinspräsident Martin Giger überreicht Franzruedi Fäh (l.) als Dank für die langjährige Vorstandsarbeit eine Holzkiste Wein.

Spendenaufrufe zeigten Wirkung
Bruno Flück, Verantwortlicher für die Finanzen des Vereins, erläuterte die Jahresrechnung 2015, die mit einem Jahresergebnis von rund 49‘000 Franken abschloss. Ende Dezember 2015 stand dem Verein ein Umlaufvermögen von rund 156‘000 Franken zur Verfügung.

Haupteinnahmen waren neben den Mitgliederbeiträgen von insgesamt 74‘280 Franken freiwillige Zuwendungen in der Höhe von 33‘575 Franken. Zwei Spendenaufrufe sind auf ein positives Echo gestossen. Für die Direkthilfe für ältere Menschen in finanzieller Not kamen 29‘410 Franken zusammen, für Ferien für betagte Menschen 20‘000 Franken.

Jede 50er-Note ist Gold wert
Im Berichtsjahr hat der Verein altershalber oder durch Todesfälle rund hundert Mitglieder verloren. „Wir setzen alles daran, die Mitgliederzahl zu halten. Jede 50er-Note – der Jahresbeitrag für Einzelmitglieder und Familien – ist für uns Gold wert“, betonte Bruno Flück. Die Anwesenden stimmten der Jahresrechnung einstimmig zu.

Ein zukunftsorientiertes Projekt

In absehbarer Zukunft plant die Thurvita in Bronschhofen einen Quartier-Stützpunkt. Dieser soll auch vom Spitex-Förderverein unterstützt werden. Das Projekt bezweckt, dass Pflegebedürftige möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen können. Ab Juni werden in etwa zehn Wohnungen im Flurhof erste Erfahrungen gesammelt.

Als Nachfolger von Franzruedi Fäh wurde Dr. med. Urs Germann als Vizepräsident gewählt.

Als Nachfolger von Franzruedi Fäh wurde Dr. med. Urs Germann als Vizepräsident gewählt.

Vielfältige Aktivitäten in fünf Bereichen
Der Förderverein ist in fünf Bereiche (Alterszentrum Sonnenhof, Pflegezentrum Fürstenau, Pflegewohnungen, ambulanter Bereich und Mahlzeitendienst) aufgeteilt. Deren Leiterinnen und Leiter berichteten über die Tätigkeit im vergangenen Jahr, zu denen unter anderem Spaziergänge, Gespräche, das Musizieren, Spielen und Vorlesen mit den Betagten und Gebrechlichen zählen.

Der Mahlzeitendienst mit derzeit 32 freiwilligen Fahrerinnen und Fahrern lieferte 2015 an 365 Tagen insgesamt 15‘040 Mahlzeiten aus. Dies entspricht gegenüber 2013 einer Zunahme von 2‘000 Mahlzeiten. Die gestiegene Nachfrage ist darauf zurückzuführen, dass die Kundinnen und Kunden seit Anfang 2014 zwischen drei verschiedenen Gericht auswählen können.

Ersatzwahl in den Vorstand
Als Ersatz für den zurücktretenden Franzruedi Fäh, der schon beim früheren Spitexverein als Vizepräsident aktiv war und von Martin Giger als Dank für die langjährige Arbeit einen guten Tropfen Wein entgegennehmen durfte, wurde Dr. med. Urs Germann in den Vorstand gewählt.

Den neuen Vizepräsidenten kennt man in Wil nicht nur als langjährigen Allgemeinmediziner mit eigener Praxis, sondern auch als ein Mann, der sich seit vielen Jahren an allen Fronten im Wiler Orchesterverein, neu Sinfonisches Orchester Wil, engagiert.

Geselliger Ausklang mit Lottomatch
Nach der zügig durchgezogenen Mitgliederversammlung wurden den Anwesenden Snacks und Getränke offeriert. Der Abend klang mit dem zur Tradition gewordenen Lottomatch mit attraktiven Preisen aus. Der Erlös des Verkaufs der Spielkarten fliesst natürlich in die Vereinskasse.